Living in Switzerland (Artist Interpretation)
Mona Matteo
Dieser Track vereint zwei Premieren: Zum einen war der Song "Living in Switzerland" im November 2024 mein aller erster AI-Song und zum Anderen war es für mich das erste Mal, dass ich einen Song im Studio aufnehmen durfte. (Seit Sommer 2024 nehme ich Gesangsstunden bei Mark B. Lay)
Den gesamten Prozess von der Neu-Interpretation, Einspielen der Instrumente, Einsingen des Songs inkl. Mixing und Mastering miterleben zu dürfen, war eine grossartige Erfahrung! Mehr dazu auf -> "From AI to AI"
Dieser Song ist eine Liebeserklärung an unser kleines, feines Land. Er soll eine Einladung sein, ab und zu innezuhalten und uns daran zu erinnern, welch grosse Privilegien wir hier in der Schweiz in verschiedenen Bereichen geniessen dürfen – und für wie selbstverständlich uns vieles davon erscheint...
Die Idee zu dem Song entstand anlässlich eines Anlasses am 5.11.2024 des Hotellerie Verbandes Zürich, bei dem ich teilnehmen durfte. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, wie oft wir die kleinen, aber so enorm wertvollen Dinge in der Schweiz, wie z.B. das Trinken von sauberem Wasser aus tausenden von öffentlichen Brunnen, als so selbstverständlich nehmen. So setzte ich mich nach dem Event hin und schrieb diesen Text und dank den ganz frisch entdeckten Möglichkeiten von AI war der Song 24h später geboren.
Eine kleine Anekdote, die den Kern dieses Songs gut zum Ausdruck bringt: Vor einiger Zeit beobachtete ich eine indische Touristen-Familie, wie sie in Zürich auf dem Lindenhof um einen Brunnen stand und fröhlich und amüsiert einer nach dem anderen ein Selfie schoss, wie sie aus dem Brunnen Wasser tranken. Dieser Moment liess mich nachdenklich aber auch in tiefer Dankbarkeit einen Moment innehalten und mir bewusst machen, wie verrückt das für den Rest der Welt offensichtlich erscheinen mag, dass aus öffentlichen Brunnen bedenkenlos frisches, sauberes Trinkwasser getrunken und in Flaschen abgefüllt werden kann – und für wie selbstverständlich wir diese Tatsache täglich hinnehmen. Folgendes Beispiel bringt dies ebenfalls perfekt auf den Punkt: In der Schweiz gilt die Regelung, dass aus jedem öffentlichen Brunnen automatisch Trinkwasser sprudelt. Hat in Ausnahmefällen das Wasser keine Trinkwasserqualität, muss dies auf dem Brunnen angeschrieben stehen. Nicht umgekehrt!! Ist das nicht verrückt?! In welch anderem Land wird so etwas in diese und nicht in umgekehrter Richtung geregelt??
Ein weiteres Beispiel: An dem Event des Verbandes Hotellerie Zürich wurde darüber diskutiert, dass Kate Winslet einige Tage zuvor anlässlich des Filmfestivals in Zürich verweilte und im Zürichsee baden ging. Die Medien berichteten offenbar nur am Rande von dem Besuch einiger grosser Weltstars in Zürich, aber Kate Winslet, postete ihr Bade-Erlebnis auf ihren Social Media Kanälen und im Ausland erhielt dieses Ereignis grosse Beachtung. Die Frage wurde in den Raum gestellt, weshalb wir in der Schweiz solche Schlagzeilen nicht mit mehr Stolz verbreiten? Zehn grosse Weltstars besuchen Zürich, und kaum jemand berichtet darüber? Weshalb wir schon fast belustigt darüber kommentieren, ein Hollywood-Star bade in einem unserer Seen und mache ein virales Ereignis daraus? Auch hier wurde mir wieder bewusst: Weil für uns das Baden in einem See keine Schlagzeile wert ist. In grösster Selbstverständlichkeit können wir alle in jedem Gewässer herumplanschen, ohne uns irgendwelche Gedanken machen zu müssen. Weshalb also darüber berichten?! Ist doch etwas ganz Normales?!
Die Liste an aussergewöhnlich hohen Alltags-Standards der Schweiz könnte noch sehr viel weiter ausgeführt werden. So ist dieser Song für mich eine Aufforderung, uns die feinen, leisen Privilegien unseres Alltags ab und zu etwas mehr bewusst zu machen.
Tragen wir unseren Werten Sorge und nehmen wir sie nicht als allzu selbstverständlich hin. 🙏
