Neuanfang
Mona Matteo
Ein Lied über innere Ängste und Unsicherheiten, wenn plötzlich alles anders ist, als gewohnt. Ein Neuanfang – er kann zwar viele neue Chancen und Möglichkeiten bieten, aber das Ungewisse kann auch verunsichern.
Dieser Song hat sich als unerwartet aufwendig entpuppt: Ursprünglich wollte ich eine klassische Sopran-Arie kreieren, da ich selber sehr gerne Sopran singe und endlich einmal einen eigenen Sopran-Song zum Üben haben wollte. Daher habe ich den Text etwas poetisch geschrieben, mit Satz-Wiederholungen, wie man es bei der klassischen Musik häufig antrifft. Nachdem ich den Text geschrieben hatte, hat sich beim Musik-Generieren gezeigt, dass Suno mit dem Rhythmus von (meist) 9 Silben pro Zeile und dem Textfluss Mühe hatte, und die Vorschläge jedes Mal unstrukturiert, “ohne Takt" und irgendwie “am Rhythmus vorbei” ausfielen. Mit der Zeit erkannte ich, dass Suno praktisch immer Songs im 4/4-Takt erzeugte und ich vermutete, dass ein ¾-Takt besser zur Text-Struktur passen könnte. So versuchte ich es mit verschiedenen Prompts, aber erst bei “Walzer” kamen zuverlässig meist ¾ Takte heraus. Die ersten Versionen waren dann jedoch zu klassische Wiener Walzer (Auch irgendwie witzig, aber eben doch zu klassisch… 😅) Mit der Prompt-Mischung “Soft waltz, Musical, Broadway, emotional, Minor” usw. nahmen die Vorschläge langsam brauchbarere Züge an. Nachdem mich eine Instrumental-Version besonders ansprach, coverte ich diese zusammen mit dem Text. Aber auch hier schaffte es das Programm nicht richtig, den Text in den richtigen Takt zu bringen. Schlussendlich sang ich den Text selber nach dieser Melodie ins Mikrofon, lud diese Vorlage hoch und arbeitete von da aus weiter mit Covern. Endlich klappte zumindest mal die richtige Rhythmus-Einteilung des Textes in die Melodie! 😅 Von da aus coverte und coverte und coverte ich immer wieder die besten Resultate (ich komme mir dabei immer vor, als würde man eine Hunderasse züchten… 😅). Dann endlich war eine Version entstanden, die mir schon ganz gut gefiel. Für den emotionalen Pathos hätte ich einfach unheimlich gerne gegen Schluss noch einen Tonartwechsel drin gehabt, aber das scheint bei Suno extreme Glücksache, dass es das umsetzt, auch wenn man “emotional key change” im Text einbaut… (oder ich habe einfach noch nicht rausgefunden, wie man das besser prompten könnte…) So lud ich die letzte Version auf meinen Rechner, setzte das letzte Drittel in Adobe Audition einen Halbton höher und lud das Resultat wieder auf Suno hoch. Von da aus ging's weiter mit covern und Teilabschnitte ersetzen usw.
